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Das sind die häufigsten Ursachen für Datenverlust und so können Sie Ihr Risiko minimieren.
Moritz
Moritz Ober | Cyber Security Writer
Thursday, November 21, 2019

Risiko: Datenverlust?

Ein Klick, schon sind unsere Daten gespeichert. Die erste Version des Briefes wurde mit der zweiten überschrieben. Zumindest seit der Erfindung des Computers also kein Grund mehr sich Sorgen zu machen? Weit gefehlt: Leider kommt es immer wieder zu Datenverlust – aufgrund unterschiedlicher Ursachen. Dies ist eine Gefahr, die vor allem Unternehmen vor eine große Herausforderung stellt, denn in den meisten Fällen kann Datenverlust nicht nur Ärger und zeitlichen Aufwand, sondern auch große finanzielle Schäden nach sich ziehen. Mehr als 100 Milliarden Euro Schaden pro Jahr entsteht bei deutschen Unternehmen durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage, hat der Digitalverband Bitkom in einer Studie ermittelt.

In diesem Beitrag fassen wir die größten Risiken für digitale Daten zusammen und zeigen, wie Sie das Risiko von Datenverlust deutlich minimieren können.

Die Top 5 Ursachen für Datenverlust

Die Gründe für Datenverlust sind vielfältig. Eine kurze Recherche führt zu Listen darüber, welche Ursachen am häufigsten auftreten:

  • Technische Defekte
  • Menschliche Fehler
  • Malware, Virenbefall und Hackerangriffe
  • Datendiebstahl
  • Externe Einflüsse

Leider sind viele dieser Risiken nur sehr schwer zu kontrollieren, insbesondere deshalb, weil sie sich häufig gegenseitig bedingen. Im Grunde können die Fehlerquellen zu drei großen Gruppen zusammengefasst werden:

  • Technische Probleme (produktionsbedingt/nutzungsbedingt)
  • Menschliche Ursachen (innerhalb/außerhalb der Firma)
  • Höhere Gewalt (Hochwasser, Sturmschäden etc.)

1. Technische Probleme führen zu Datenverlust

Zunächst muss man sich vor Augen führen: Jede Art von Datenspeicher ist ein menschgemachtes (und deshalb fehleranfälliges) technisches Gerät. Der Backup-Anbieter Backblaze rechnet beispielsweise zu Beginn der Betriebszeit vermehrt mit produktionsbedingten Fehlern, also einer ab Werk kaputten Festplatte.

Doch selbst einwandfreie Datenträger unterliegen im Laufe ihrer Nutzung dem natürlichen Verschleiß. Flash-Speicher-basierte Festplatten wie USB-Sticks und SSDs unterstützen nur eine bestimmte Anzahl an Schreibprozessen, d.h. nach einer festgelegten (sehr hohen) Anzahl an Speichervorgängen werden sie unbrauchbar. Gegenüber den noch häufiger verwendeten Hard-Disk-Drives (HDD), also der „klassischen“ Festplatte verfügen SSD jedoch nicht über mechanische Teile, die (beispielweise durch Erschütterung) kaputtgehen können.

Weitere Gefahren sind, je nach verwendetem Speichermedium, Entmagnetisierung magnetischer Elemente, Probleme mit der Stromversorgung oder das Erreichen der produktionsbedingten, maximalen Lebensdauer. Je nach Hersteller und Art des Speichers sollte dabei mit einer Nutzungsdauer von maximal 3 bis 5 bzw. 5 bis 10 Jahren gerechnet werden.

Physikalische Schäden sind insgesamt eine der häufigsten Ursachen für Datenverlust, wie auch das Datenmanagement-Unternehmen Storagecraft in einer Umfrage unter professionellen IT-Anwendern belegt. Dass insbesondere mobile Geräte in dieser Statistik als kritisch bewertet werden, leuchtet ein. Schäden durch falsche Lagerung, Brüche und Stürze, sowie erhöhter Verschleiß im Allgemeinen kommen bei tragbaren Geräten deutlich häufiger vor als bei stationären.

Eine allgemeine Lösung für diese technischen Ursachen für Datenverlust gibt es nicht: Neben redundanten Backups und regelmäßiger Datenübertragung auf neue Speichermedien können kleinere Ausfälle zum Beispiel oft durch automatische Speichervorgänge oder die system- und programmeigenen Wiederherstellungsmöglichkeiten gängiger Software kompensiert werden.

Der Umzug von Daten in die Cloud ist eine gute Maßnahme gegen Datenverlust, die sich besonders bei größeren Datenmengen anbietet. Einige Informationen zur Entscheidung zwischen einem lokalen Server und Cloud-basierter Datenspeicherung finden Sie auch in unserem Blogbeitrag dazu: Cloud vs. NAS

Datensicherung in der Cloud beugt darüber hinaus auch in weiten Teilen dem Datenverlust durch die zweite große Risikogruppe vor: menschliche Fehler.

2. Menschliche Ursachen für Datenverlust

Grundsätzlich können viele Faktoren im Betriebsalltag zu Datenverlust infolge von Nutzerfehlern führen. Lokale Speichermedien sind, wie bereits erläutert, für viele Formen physikalischen Schadens anfällig. Stürze sind ein großes Thema. Häufig kollabiert Technik aber auch unter verschütteten Getränken am Arbeitsplatz, oftmals ist ein irreparabler Schaden die Folge.

Der Verlust von Datenträgern ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: USB-Sticks und SD-Karten können aufgrund ihrer geringen Größe besonders einfach verloren gehen. Auch Handys, Tablets und Laptops sind häufig betroffen. Zusätzliche Brisanz ist im Verlustfall dadurch gegeben, dass vertrauliche Daten nicht nur verloren sind, sondern sogar in falsche Hände geraten können – dazu aber gleich mehr.

Zuvor soll noch ein weiteres Beispiel zeigen, für welches insbesondere die Cloud eine gute Rückversicherung darstellt: Der Datenverlust durch Bedienungsfehler wie versehentliches Löschen oder Formatieren von Datenträgern. Diese Fälle sind meist auf Unwissenheit zurückzuführen und können ebenfalls schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Während gelöschte Dateien auf den meisten Rechnern im Papierkorb landen und somit eben nicht endgültig verloren sind, braucht man bei einem formatierten Datenträger deutlich mehr Know-how (und meist auch einen höheren Kostenaufwand), um die Informationen zurückzuholen. Oft ist dies allerdings nicht mehr möglich.

Cloud-Anbieter hingegen erstellen ausführliche Backups, die nicht nur Versionierung ermöglichen, sondern auch versehentlich gelöschte Dateien zurückbringen können. Nutzerseitige Formatierung ist bei Cloud Speicherung ausgeschlossen. Somit stellen Cloud-Speicherdienste einen guten Schutz gegen Bedienungsfehler dar.

An dieser Stelle müssen wir gedanklich einen Schritt zurück machen: Wie oben bereits angeschnitten, ist Datenverlust nämlich nicht immer endgültig. Im Falle versehentlicher Löschungen ist das durchaus ein Segen.

Verlorene oder nur unzureichend durch Passwörter und andere Maßnahmen (bspw. 2fa geschützte Daten geraten leider allzu leicht in falsche Hände und öffnen Industriespionage wie Geheimdiensten Tür und Tor. Beides sind Fehler, die durch den Nutzer leicht vermeidbar wären. Weitere Informationen dazu finden Sie in unseren Texten über die schlimmsten Passwörter und die 10 Tipps für Datensicherheit.

Auch der versehentliche Download von Malware (bspw. Virenbefall oder Ransomware) kann die IT-Infrastruktur nachhaltig kompromittieren. Hier ist es besonders wichtig, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, die über Schulungen durch Sicherheitsbeauftragte hinaus gehen. Unsere drei Tipps für wirkungsvolle Gegenmaßnahmen:

  • Eindämmung von Schatten-IT
  • Beschränkung administrativer Rechte zur Programminstallation für Angestellte
  • Auditing der Nutzeraktivitäten

Bei aller Vorsicht vor einem Eindringen „von außen“, sollten aber auch (nicht) böswillige „Insider“ nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem beim Ausscheiden von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die Zugriff auf wichtige Daten hatten, ist ein zuverlässiges Daten- und Nutzermanagement entscheidend.

Während insbesondere Cloud-Anwendungen die physikalische Sicherheit der Daten gewährleisten und einen guten Überblick über die Nutzeraktivität geben, kann es hier hingegen leichter zu „Lecks“ kommen. Um diese Sorge von den Schultern der Cloud-Nutzer zu nehmen, ist beispielsweise eine umfassende Verschlüsselungslösung wie Boxcryptor die beste Wahl. Neben der absoluten Zugriffssicherheit auf Inhalte (selbst wenn ein Datensatz in die Hände von Unbefugten geraten sollte) können zusätzlich enthaltene Funktionen das Zugriffsmanagement deutlich erleichtern.

Mit Boxcryptor profitieren Firmen von der flexiblen Nutzung der Cloud-Dienste, sind vor der Gefahr eines unmittelbaren, technischen Blackouts sicher und können dadurch zuletzt auch der dritten, großen Gefahrenquelle besser entgegenwirken: dem Datenverlust durch äußere Umwelteinflüsse.

3. Höhere Gewalt als Ursachen für Datenverlust

Egal, wie gut Ihre Hardware abgesichert ist: Hochwasser, Sturm- und Brandschäden können Sie nur bedingt vorhersehen und erst recht nicht beeinflussen. Je nach Standort lässt sich die Gefahr zwar verringern, ansatzweise Sicherheit schaffen aber beispielsweise nur geografisch unabhängige, redundante Speicherorte. Diese müssen jedoch abermals gegen technisches und menschliches Versagen abgesichert werden. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen kann dies vor nahezu unlösbare Aufgaben stellen, denn es gilt Kosten und Risiken in ein sinnvolles Verhältnis zu setzen.

Auch Cloud-Anbieter stehen vor diesen Herausforderungen, im Gegensatz zu anderen Firmen haben sie allerdings einen großen Vorteil: Das sichern von Datenbanken ist Teil ihres Geschäftsmodells. Geografisch unabhängige Rechenzentren gehören zum festen Bestandteil der großen Anbieter, auch wird das Datenbackup so angelegt, dass ein möglicher Ausfall eines Rechenzentrums abgefangen werden kann. Zusätzlich sind die Datencenter von vornherein gut gegen Naturkatastrophen gesichert und werden intensiv überwacht. Kaputte Komponenten werden vom Betreiber ausgetauscht, sodass das Risiko eines physikalischen Schadens an Ihren Daten so klein wie möglich gehalten wird.

Aliens, Asteroiden und Hai-Tornados – Kein Grund zur Sorge!

Für viele Gefahren im Bereich der Datensicherheit gibt es also eine Antwort. Diese kann einfach sein, wie die Nutzung der Cloud und dazugehöriger Verschlüsselungs-Software oder die notwendige Schulung und Sensibilisierung des Personals.

Die individuelle Anpassung kann von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Und auch, wenn es für einige Probleme leider keine endgültige Lösung geben kann: Vor Aliens, Asteroiden oder Hai-Tornados brauchen Sie sich (zumindest noch) nicht zu schützen.

Sicher ist auf jeden Fall, dass das Bewusstsein über die mit der Computernutzung verbundenen Risiken einen wichtigen Schritt zur Datensicherheit darstellt. Und Dank der physikalischen Datensicherheit in der Cloud sowie softwareseitigem Schutz durch Verschlüsselung mit Boxcryptor können Sie trotz aller Gefahren einen insgesamt höheren Sicherheitsstandard erreichen, als dies ohne die Nutzung internetbasierter Dienste möglich wäre.

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Kostenlose Infografik: Risiko Datenverlust

Eine Übersicht über die potenziellen Gefahren haben wir für Sie nochmals im handlichen Format zusammengefasst. Eine detailliertere Übersicht können Sie außerdem in unserer exklusiven, kostenfreien Infografik herunterladen.

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